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03.02.2012 bis 09.04.2012
Reihe ZEITGLEICH
im Wilhelm Wagenfeld Raum:
Das Selbstverständliche suchen.
Entwürfe von Wilhelm Wagenfeld aus sechs Jahrzehnten.
Imagefaktor - Das Bild der Wirtschaft
Eine Ausstellung der nordaufnahme
Die Welt der Fotografie hat sich mit dem Einzug der digitalen Kamera revolutionär verändert. Doch eines ist bis heute gleich geblieben: Die Wirkung eines Bildes auf seine Betrachter. Das spielt vorallem in der Wirtschaft eine große Rolle, wo Fotos in der Unternehmenskommunikation, als Imageträger oder für die Werbung gezielt eingesetzt werden. Die Ausstellung „Imagefaktor – Das Bild der Wirtschaft“ beleuchtet vom 3. Februar 2012 bis zum 9. April 2012 im Wilhelm Wagenfeld Haus in Bremen die Rolle der professionellen Wirtschaftsfotografie. Anhand von 33 ausgewählten Exponaten zeigt die Ausstellung beispielhaft den gesamten Prozess eines professionellen Bildes –
von der ersten Idee bis zur Realisierung. Alle Bilder stammen von Fotografen des norddeutschen Fotografennetzwerks nordaufnahme.
Am Anfang des Bildprozesses steht immer die Auftragsbeschreibung, das sogenannte Briefing. Nach dem Shooting folgt die Bildauswahl und letztlich die Einbindung des Bildes in verschiedene Medien – von der Internetseite bis zum Großflächenplakat. In der Ausstellung werden diese drei Arbeitsschritte für jedes Foto detailliert dargestellt. So erkennt der Besucher der Ausstellung schnell, dass der Fotograf sehr viele Faktoren bedenken muss, damit ein gutes, in eine Kommunikationsstrategie eingebundenes Foto seine Wirkung voll entfalten kann.
Die Bilder der Ausstellung sind so unterschiedlich wie die Unternehmen und Institutionen, für die sie werben. Landschaftsfotografien, Produkt- und Imagebilder sowie Portraits – die Ausstellung zeigt eine große Vielfalt und damit verbundene Herausforderungen an die Fotografie. Eines verbindet die Fotos jedoch: Sie lösen die Kommunikationsaufgabe des jeweiligen Unternehmens optimal. Die Fotos erzeugen im wahrsten Sinne des Wortes ein verständliches, einprägsames und positives Bild des Auftraggebers, ganz gleich ob dies eine Rechtsanwaltskanzlei oder ein international agierender Konzern ist.
Ergänzt werden die 33 aktuellen Arbeiten durch einen historischen Teil, der die Geschichte der Wirtschaftsfotografie in der Bremer Region beleuchtet. Kurator dieses Teils der Ausstellung ist Fritz
Haase, ehemals Professor an der Hochschule für Künste Bremen. Er zeigt eigene Arbeiten sowie
Werke aus Unternehmensarchiven beispielsweise für Nordmende, Kaffee Hag, Borgward, und den
Norddeutschen Lloyd.
2004 ging das Netzwerk „nordaufnahme“ an den Start. Heute gehören mehr als 50
Fotografinnen und Fotografen aus dem norddeutschen Raum dem Zusammenschluss an. Sie
arbeiten in nahezu allen fotografischen Disziplinen, zum Vorteil des Kunden: Das Netzwerk bündelt
umfangreiche Kompetenzen, sodass die Profis umfassende Fotografieprojekte für Kunden
umsetzen können. Seit der Gründung veröffentlichte das Netzwerk mehrere Bücher und organisiert
regelmäßig Ausstellungen zum Thema Fotografie.
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03.11.2011 bis 15.01.2012
Was geht. Best of HFK Design.
Eine Ausstellung der Hochschule für Künste Bremen im Wilhelm Wagenfeld Haus – Design im Zentrum
vom 04. November 2011 bis zum 15. Januar 2012
Wer bist Du? Wie geht es Dir? Wo willst Du hin? Diese und andere Fragen stellen Designstudenten der Hochschule für Künste Bremen in der Ausstellung „Was geht. Best of HfK Design 2011", die vom 04. November 2011 bis zum 15. Januar 2012 im Wilhelm Wagenfeld Haus gezeigt wird.
Präsentiert werden ca. 70 von einer Jury ausgewählte Projekte aus den Studiengängen Integriertes Design und Digitale Medien, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen, kulturellen, technologischen oder sozialen Fragen auseinandersetzen. Die Bandbreite reicht von Diplomarbeiten über Semesterprojekte bis hin zu interdisziplinären Kooperationen. So wird ein zukunftsweisendes Verkehrs- und Mobilitätskonzept, eine vielbeachtete Obdachlosenzeitung oder das Making-of eines kompletten Opernprojekts gezeigt. Und auf den ersten Blick wird deutlich: Der Anspruch der Hochschule für Künste Bremen, ihre Studenten zu verantwortungsbewussten Gestaltern mit der Fähigkeit zur Bewältigung heutiger und zukünftiger Aufgaben heranzubilden, ist kein leeres Versprechen.
„Nicht die gute Form oder ein allgemeingültiges ästhetisches Prinzip bestimmen die Lehre an der Hochschule für Künste Bremen, sondern die Bedürfnisse der Menschen in einer sich ständig wandelnden Welt", sagt Professor Detlef Rahe, der gemeinsam mit Professor Roland Lambrette, das ansonsten komplett von Studenten organisierte Ausstellungsprojekt begleitet. Daher hat die HfK die Trennung in gestalterische Teildisziplinen wie Produkt-, Mode- oder Kommunikationsdesign schon vor einiger Zeit, gänzlich aufgegeben. Interdisziplinarität und Projektorientierung sind die Leitlinien des Studiums, wie die Ausstellung „Was geht. Best of HfK Design 2011" eindrucksvoll beweist.
Auf 350 qm Ausstellungsfläche des Wilhelm Wagenfeld Hauses erwartet den Besucher ein breit gefächerter Einblick in das, was geht. Und es geht eine Menge. Unterteilt in sieben Themenräume, die jeweils mit einer übergeordneten Frage aufwarten, werden die besten Projekte der letzten Jahre dem regionalen und überregionalen Publikum präsentiert.
Der erste Raum stellt die Frage „Was treibst Du?" und beschäftigt sich mit unserem Freizeitverhalten. Antworten findet man z. B. in Arbeiten, die sich mit der Zukunft der Zeitung auseinandersetzen, einem mehrfach ausgezeichneten Buch zur plattdeutschen Sprache oder einem neuartigen Sportgerät namens Nookboard. Weiter findet der Besucher unter den Überschriften „Wie willst Du leben?" oder „Wer bist du?" ein Telefon, das Emotionen überträg, ein aufklappbares Haus, ein erschreckendes und aufrüttelndes Buch zum Thema Datensicherheit und eine humorvolle Auseinandersetzung mit der Umnutzung scheinbar nutzlos gewordener Objekte.
„In der Vielfältigkeit der Arbeiten zeigt sich deutlich, dass unsere Studenten gelernt haben, sich ganz unabhängig von Disziplinen, wie z. B. Fotografie, Illustration oder Produktdesign, mit relevanten Themen zu beschäftigen", erklärt Professor Detlef Rahe. „Sie sind darauf vorbereitet, zukünftig mit Auftraggebern und Kooperationspartnern auf Augenhöhe zu arbeiten und diese fachübergreifend zu beraten."
Im Obergeschoss des Wilhelm Wagenfeld Hauses werden dann auch die großen wirtschaftlichen Themen unserer Zeit angegangen: Mobilität (Wo willst Du hin?), Energie (Was bewegt Dich?) und Gesundheit (Wie geht es Dir?)
„Die Hochschule für Künste wollte ergänzend zu den Hochschultagen ein Forum für die Designer entwickeln, in dem es primär darum geht, innovative und teils marktreife Produktideen von Studenten und deren hochqualifizierte Arbeitskraft anzubieten. Da waren wir natürlich sofort dabei", erläutert Sonja Pösel, Innovationsmanagerin für Design und Kreativwirtschaft bei der Wirtschaftsförderung Bremen und zuständig für das Wilhelm Wagenfeld Haus. „Die hier ausgestellten Arbeiten geben jedem aufgeschlossenen und innovativ denkenden Unternehmer unglaubliche Impulse", so Pösel.
Und so können sich Unternehmer viele Ideen abholen. Zum Beispiel, wie Energieverbrauch sichtbar gemacht und so das Verhalten der Konsumenten beeinflusst werden kann, wie mit hängenden Gärten für eine bessere CO2 Bilanz in Großstädten gesorgt und durch Kleinkraftwindanlagen auf einem Privathaus oder in abgelegenen Regionen ökologische und ökonomische Unabhängigkeit erreicht werden kann oder wie funktionale Analphabeten besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
Fast ein Jahr lang hat eine Arbeitsgruppe aus elf Studenten an der Ausstellung gearbeitet. Denn das ganze Ausstellungsprojekt, inklusive der Ausstellungsgestaltung, sämtlicher Kommunikationsmedien sowie der Organisation wurde von den Studenten der HfK selbst erarbeitet. „Ein reales Projekt dieser Größe von Anfang bis Ende zu entwickeln ist eine spannende Herausforderung, bei der wir viel lernen aber auch zeigen können", sagen Daria Groß und Marthe Elise Trottnow, stellvertretend für die ganze Arbeitsgruppe. „Die Bremer Unternehmer sollen unser kreatives Potenzial entdecken. Wir haben kein Interesse an schmückendem Design. Wir lösen Probleme. Das ist es, was wir zeigen wollen."
Dabei hatten die Studenten nicht nur die Aufgabe, eine Ausstellung für 2011 zu konzipieren, sondern mussten auch Grundlagen für die folgenden Jahre schaffen. Denn die Kooperation zwischen der Hochschule für Künste und der Wirtschaftsförderung Bremen im Wilhelm Wagenfeld Haus ist langfristig gedacht. Und die Ausstellung „Was geht. Best of HfK Design" soll jährlich stattfinden und die neuesten Ideen und Projekte des kreativen Nachwuchses sichtbar machen. „Wir wollen die Zusammenarbeit der letzten zwei Jahre mit der Hochschule für Künste noch intensivieren. Die Stadt darf sich das Potenzial dieser gut ausgebildeten Studenten nicht entgehen lassen", meint Sonja Pösel. Die Ausstellung wird durch ein umfassendes Vortragsprogramm begleitet, das sich sowohl an Fachpublikum aus Wirtschaft und Design als auch an die interessierte Öffentlichkeit richtet.
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05.05.2011 bis 03.10.2011
Ein Stoff für alle Fälle
Kunststoffdesign im 20. Jahrhundert
Ein Stoff für alle Fälle? Wir benutzen ihn täglich und in allen Lebenslagen, beruflich und privat, beim Sport und im Verkehr. Er kann durchsichtig sein oder in allen Farben schillernd, spröde oder biegsam, flockig oder elastisch – er hat keine eigene Form, und trotz seiner Allgegenwärtigkeit wissen wir recht wenig über seine Eigenschaften. Wenn uns jemand fragt, aus welchem Material der neue Sessel, das Radio, die Küchenmaschine etc. denn sei, sagen wir: aus Plastik.
Seit Ende des 19. Jahrhunderts entstehen zunehmend neue Materialien, ohne die unser industrieller Fortschritt nicht möglich gewesen wäre. Ob Zelluloid, Bakelit oder Resopal, Plexiglas oder Nylon gewählt wurde - schon früh haben die nahezu unerschöpflichen, sich bis heute ständig erweiternden Möglichkeiten der vielfältigen Materialien die Gestalter unserer Alltagskultur herausgefordert und ihnen ungeahnte Freiräume eröffnet.
Seit ca. 1930 experimentieren professionelle Designer mit Kunststoffen und setzten sie nicht nur für leichtes Haushaltsgeschirr ein, sondern vor allem bei der Gestaltung der neuen Erfindungen - für Leuchten und Kameras, für Telefone, Lautsprecher, Radios und Plattenspieler. Im Bereich der Technik und der Kommunikation ist unser Leben ohne Kunststoffe undenkbar geworden, aber auch unsere Wohn- und Arbeitswelt werden durch sie geprägt.
Der Fantasie sind wegen der besonderen Formbarkeit des Materials keine Grenzen gesetzt: So konnte ein Radio in den 1930er Jahren wie ein Wolkenkratzer oder eine Kühlerhaube aussehen, in den 1960er Jahren wie ein Sputnik oder eine Raumkapsel. Die Pop-Ära scheint ohne die in kräftigen Farben leuchtenden Plastikmöbel undenkbar, die zum Inbegriff einer neuen Jugendkultur wurden. Hier zeigt sich mit aller Deutlichkeit, wie sehr unsere Alltagskultur immer ein Spiegel der jeweiligen Gegenwart mit ihren Ereignissen, unseren Wünschen und Träumen ist. Etwa ab Mitte des 20. Jahrhunderts wurden Kunststoffe für nahezu jeden Gebrauchsgegenstand eingesetzt; sie wurden zunehmend als preiswerte und praktische Alternative zu anderen Werkstoffen geschätzt.
Mit der maßgeblichen Unterstützung vor allem privater Sammler ist es gelungen, in der Ausstellung außerordentlich schöne, seltene und kostbare Beispiele aus der Geschichte des Kunststoffdesigns zu präsentieren, die alle Vorurteile gegenüber „minderwertigen Plastikartikeln“ vergessen lassen.
Die Namensliste der Gestalter liest sich wie ein „who is who“ der Designgeschichte; sie reicht von Friedrich Adler bis zu Wilhelm Wagenfeld, dessen Leistungen auf dem Gebiet der Kunststoffgestaltung erstmals umfassend gezeigt werden.
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24.03.2011 bis 03.04.2011
Halb und Halb
Ausstellung des Vereins Angewandte Kunst Bremen
Im Wilhelm Wagenfeld Haus präsentiert sich zum zweiten Mal der Verein Angewandte Kunst Bremen mit einer Ausstellung vom 25.3. bis 3.4. 2011.
Das gewählte Thema HALB und HALB wird von über 40 Kunsthandwerkern aus 9 Gewerken in Gold und Silber, Eisen und Holz, Ton, Papier, Glas, Seide und anderen Materialien spannungsreich umgesetzt.
Wie immer zeigt die Gruppe hochwertige Unikate und Kleinstserien. Dass es sich dabei nicht einfach um halbe Stücke handelt, liegt auf der Hand. Ob etwas nur HALB groß ist oder nur HALB zu sehen sein wird, ob das Eine ohne das Andere sein oder auch nicht sein kann, ob gespiegelt oder halbiert, ob offen oder geschlossen, ob „zwei Seelen Ach in einer Brust“ zitiert werden oder sich Anfang und Ende zusammenfügen - da gibt es viele Möglichkeiten !
In jedem Fall steht am Ende keine halbe Sache, sondern ein künstlerisch und handwerklich vollendetes Werk - aus HALB und HALB wird ein gutes Ganzes !
Es kann letztendlich sich jeder seine Gedanken zu den Objekten machen. Man kann auf diese Ausstellung gespannt sein.
HALB und HALB, Ausstellung der AKB
25.3. – 3.4.2011
Eröffnung ist am 24. März 2011 um 19 Uhr
Wilhelm Wagenfeld Haus
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28.10.2010 bis 27.02.2011
Stille Stars
Extreme Materialien in extremen Anwendungen
Der menschliche Körper ist schwach und empfindlich. Unsere Haut verbrennt in der Sonne und löst sich unter Wasser regelrecht auf. Ohne Schutz und Hilfsmittel würden wir am Nordpol erfrieren und in der Wüste vertrocknen. Wir können mit unseren Zähnen keine Nüsse knacken und mit unseren Fingernägeln keine Steine bearbeiten. Aber wir haben es geschafft, uns zu helfen.
Der Schutz vor extremen Umweltbedingungen, die Notwendigkeit, Werkzeuge zu erstellen und zu benutzen sowie der Wunsch, in unwirtliche Gegenden vorzudringen, waren wohl einige der ersten Gründe sich verschiedene Materialien zu Nutze zu machen. Aber auch heute geht es bei der Entwicklung neuer Materialien noch immer um die Frage: "Was kann ich damit machen, was ich vorher nicht konnte?"
Antworten auf diese Frage gibt die Ausstellung "Stille Stars - extreme Materialien in extremen Anwendungen" von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen im Wilhelm Wagenfeld Haus. Von magnetischen Flüssigkeiten, die revolutionäre Einsätze in der Medizintechnik versprechen, über technische Keramiken, die sich sowohl in Pfeffermühlen als auch in künstlichen Hüftgelenken wiederfinden, bis hin zu Landeklappen, Bierbänken und anderen Produkten aus CFK, einem Kunststoff aus Kohlefasern, zeigt die Ausstellung eine
breite Palette innovativer Materialien und Produkte.
Weitere Infos zur Ausstellung der WfB (Wirtschaftsförderung Bremen GmbH) entnehmen Sie bitte der gemeinsamen Web-Seite der Partner im Wilhelm Wagenfeld Haus:
www.wwh-bremen.de
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15.04.2010 bis 12.09.2010
Wilhelm Wagenfeld 2010:
"Weiterwirken in die Zeit hinein"
Retrospektive zum 110. Geburtstag
Für das Jubiläum des in Bremen geborenen Gestalters hat die Wilhelm Wagenfeld Stiftung ihre in den vergangenen 15 Jahren bedeutend gewachsene Sammlung von Originalen und Dokumenten geöffnet und für die Besucher ganz neu aufbereitet: Sie können nun das in seiner einzigartigen Qualität und Vielfalt beeindruckende Werk dieses bedeutendsten deutschen Industriedesigners in allen seinen Facetten erleben, von der ersten Skizze bis hin zur ausgefeilten Werbung und Verpackung.
Die Produkte Wagenfelds sind heute Klassiker, ob es sich nun um die berühmte Bauhausleuchte, die Salz- und Pfefferstreuer „Max und Moritz“ für WMF oder sein
Jenaer Teeservice handelt. Dabei sind Wagenfelds Herangehensweise und seine
Grundprinzipien aktueller denn je, besonders in der Frage nach der kulturellen und
sozialen Relevanz von Industrieerzeugnissen.
Die Ausstellungsgestaltung unterstützt das Erfassen dieser komplexen Zusammenhänge, indem sie die Entwürfe mit den Dokumenten aus den Schaffensperioden der
1920er bis 1970er Jahre in den jeweiligen Räumen des Wilhelm Wagenfeld Hauses in eigens entworfenen Großvitrinen zusammenfasst.
So behalten die Exponate ihren seriellen Charakter, ohne dass der einzelne Entwurf sein Gewicht verliert. Beispielgebende Produkte jedes Jahrzehnts werden besonders
beleuchtet und durch eine spannende Audioführung in Form von Interviews erläutert.
Schließlich vermittelt die Jubiläumsschau mit originalen Lebenszeugnissen Wilhelm Wagenfelds – wie zum Beispiel Briefen, Fotos, persönlichen Dokumenten, Bewerbungen, Auszeichnungen und Urkunden, die seine Familie erstmals für diesen Anlass bereitgestellt hat – ein privates Bild seiner Persönlichkeit, seines Werdegangs und
seines Wirkens als Pädagoge.
Zu dieser Ausstellung gelten Sonderkonditionen:
www.wwh-bremen.de
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22.01.2010 bis 06.03.2010
Out of order - Störung als Prinzip
The Circular Series & The Fringe Projects
Vom 23. Januar bis zum 06. März 2010 zeigt die Hochschule für Künste Bremen im Wilhelm Wagenfeld Haus die Ausstellung „The Circlular Series Section 2 & The Fringe Projects“ der dänischen Designer und Künstler Henrik Vibskov und Andreas Emenius. Die Ausstellung ist Auftakt und Teil der Modetagung „Out of Order – Störung als Prinzip“ der Hochschule für Künste Bremen und wird kuratiert von Dorothea Mink, Professorin für Modedesign und experimentellen Entwurf, und Andrea Sick, Professorin für Kultur- und Mediengeschichte/-theorie.
Störung als Prinzip! Basieren nicht die meisten Innovationen auf der Störung des Gewohnten, Bekannten, immer schon Dagewesenen? Sind es nicht die Abwege, die wir oftmals nicht freiwillig gehen, die uns zu neuen Kontinenten, Lebensweisen oder Ideen bringen?
Geboren aus der Auseinandersetzung mit den Mechanismen der Mode, die fast zwangsläufig „out of order“ sein muss, um Anziehungskraft zu entfalten und Aufmerksamkeit zu erzeugen, ist eine Ausstellung entstanden, die sich über alle Grenzen der Kategorisierung hinwegsetzt. Wer sich fragt: „Ist das Mode? Ist das Design? Ist das Kunst?“, wird keine Antwort bekommen. Wer sich aber mit allen Sinnen auf eine Auseinandersetzung mit den formal und inhaltlich hochkarätigen Arbeiten einlässt, der wird das eine oder andere visuelle, emotionale und intellektuelle Aha-Erlebnis haben.
Im Wilhelm Wagenfeld Haus erwarten die Besucher Objekte und Installationen aus drei verschiedenen Arbeitszyklen, des dänischen Duos Vibskov & Emenius. Gezeigt werden Teile des „Fringe Projects“, bei dem formal Fransen im Vordergrund stehen; die Ergebnisse des Workshops „The Circular Workshop“ von Studierenden der Hochschule für Künste Bremen mit Vibskov & Emenius und „ The Circular Series Section 1 & 2“, mit dem Kreis als visuelle Klammer.
Alle drei Serien zeigen Arbeiten, die sich mit elementaren Fragen der Menschen beschäftigen: „Wer bin ich? Wer will ich sein? Wo ist mein Platz in der Welt?“ Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Bewegung: Ein Marionettentheater aus fransigen, hüpfenden Derwischen, Waffen aus Kreisen und Holz, ein Schattenspiel, das die Designobjekte Wilhelm Wagenfelds aus der Alltagkultur in eine Traumwelt transportiert und „11 dreambubbles“, die sich mit den extremen psychischen Belastungen von Gefangenen und damit mit der Vergangenheit des Hauses beschäftigen.
Der dänische Modedesigner und Musiker Henrik Vibskov (*1972), der für seine ausgefallenen Fashionshows bekannt ist, gründete 2007 gemeinsam mit dem schwedischen Künstler und Grafikdesigner Andreas Emenius (*1973) das Kunst-Projekt „Vibskov & Emenius“. Die beiden lernten sich während ihres Studiums am Londoner Central Saint Martins College of Art and Design kennen. Nach Ausstellungen u. a. in Barcelona, Zürich, London, Mailand, Kopenhagen, Rotterdam und Tokio und dem Aufbau mehrer erfolgreicher Firmen und Labels, sind sie in der Mode-, Popmusik- und Kunstszene längst keine Unbekannten mehr. Ihre gemeinsame Arbeit ist eine fulminante Mischung aus Performances, Musik, Fotografie, Video, Mode und Grafik-Design. Und sie zeigen in ihren Projekten beispielhaft, wie eine neue Generation von Künstlern und Designern Wege gefunden hat, künstlerische Integrität mit kommerziellem Erfolg zu verbinden.
Die Ausstellung ist das Pilotprojekt einer langfristigen Kooperation zwischen dem Wilhelm Wagenfeld Haus und der Hochschule für Künste Bremen. Sie ist ein Auftakt, der ein deutliches Zeichen setzt: Nicht der kommerzielle Aspekt und die Instrumentalisierung der Kreativwirtschaft als Dienstleister der klassischen Wirtschaft stehen im Zentrum der Zusammenarbeit, sondern die Freiheit des ergebnisoffenen Denkens und Schaffens als Grundlage und Voraussetzung für Kreativität.
Wir möchten alle Kreativen und die interessierte Öffentlichkeit einladen sich durch die Ausstellung stören, unterbrechen, ablenken, kurz gesagt – inspirieren zu lassen.
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22.01.2010 bis 06.03.2010
Out of Order - Störung als Prinzip
The Circular Series & The Fringe Project
Vom 23. Januar bis zum 06. März 2010 zeigt die Hochschule für Künste Bremen im Wilhelm Wagenfeld Haus die Ausstellung „The Circlular Series Section 2 & The Fringe Projects“ der dänischen Designer und Künstler Henrik Vibskov und Andreas Emenius. Die Ausstellung ist Auftakt und Teil der Modetagung „Out of Order – Störung als Prinzip“ der Hochschule für Künste Bremen und wird kuratiert von Dorothea Mink, Professorin für Modedesign und experimentellen Entwurf, und Andrea Sick, Professorin für Kultur- und Mediengeschichte/-theorie.
Störung als Prinzip! Basieren nicht die meisten Innovationen auf der Störung des Gewohnten, Bekannten, immer schon Dagewesenen? Sind es nicht die Abwege, die wir oftmals nicht freiwillig gehen, die uns zu neuen Kontinenten, Lebensweisen oder Ideen bringen?
Geboren aus der Auseinandersetzung mit den Mechanismen der Mode, die fast zwangsläufig „out of order“ sein muss, um Anziehungskraft zu entfalten und Aufmerksamkeit zu erzeugen, ist eine Ausstellung entstanden, die sich über alle Grenzen der Kategorisierung hinwegsetzt. Wer sich fragt: „Ist das Mode? Ist das Design? Ist das Kunst?“, wird keine Antwort bekommen. Wer sich aber mit allen Sinnen auf eine Auseinandersetzung mit den formal und inhaltlich hochkarätigen Arbeiten einlässt, der wird das eine oder andere visuelle, emotionale und intellektuelle Aha-Erlebnis haben.
Im Wilhelm Wagenfeld Haus erwarten die Besucher Objekte und Installationen aus drei verschiedenen Arbeitszyklen, des dänischen Duos Vibskov & Emenius. Gezeigt werden Teile des „Fringe Projects“, bei dem formal Fransen im Vordergrund stehen; die Ergebnisse des Workshops „The Circular Workshop“ von Studierenden der Hochschule für Künste Bremen mit Vibskov & Emenius und „ The Circular Series Section 1 & 2“, mit dem Kreis als visuelle Klammer.
Alle drei Serien zeigen Arbeiten, die sich mit elementaren Fragen der Menschen beschäftigen: „Wer bin ich? Wer will ich sein? Wo ist mein Platz in der Welt?“ Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Bewegung: Ein Marionettentheater aus fransigen, hüpfenden Derwischen, Waffen aus Kreisen und Holz, ein Schattenspiel, das die Designobjekte Wilhelm Wagenfelds aus der Alltagkultur in eine Traumwelt transportiert und „11 dreambubbles“, die sich mit den extremen psychischen Belastungen von Gefangenen und damit mit der Vergangenheit des Hauses beschäftigen.
Der dänische Modedesigner und Musiker Henrik Vibskov (*1972), der für seine ausgefallenen Fashionshows bekannt ist, gründete 2007 gemeinsam mit dem schwedischen Künstler und Grafikdesigner Andreas Emenius (*1973) das Kunst-Projekt „Vibskov & Emenius“. Die beiden lernten sich während ihres Studiums am Londoner Central Saint Martins College of Art and Design kennen. Nach Ausstellungen u. a. in Barcelona, Zürich, London, Mailand, Kopenhagen, Rotterdam und Tokio und dem Aufbau mehrer erfolgreicher Firmen und Labels, sind sie in der Mode-, Popmusik- und Kunstszene längst keine Unbekannten mehr. Ihre gemeinsame Arbeit ist eine fulminante Mischung aus Performances, Musik, Fotografie, Video, Mode und Grafik-Design. Und sie zeigen in ihren Projekten beispielhaft, wie eine neue Generation von Künstlern und Designern Wege gefunden hat, künstlerische Integrität mit kommerziellem Erfolg zu verbinden.
Die Ausstellung ist das Pilotprojekt einer langfristigen Kooperation zwischen dem Wilhelm Wagenfeld Haus und der Hochschule für Künste Bremen. Sie ist ein Auftakt, der ein deutliches Zeichen setzt: Nicht der kommerzielle Aspekt und die Instrumentalisierung der Kreativwirtschaft als Dienstleister der klassischen Wirtschaft stehen im Zentrum der Zusammenarbeit, sondern die Freiheit des ergebnisoffenen Denkens und Schaffens als Grundlage und Voraussetzung für Kreativität.
Wir möchten alle Kreativen und die interessierte Öffentlichkeit einladen sich durch die Ausstellung stören, unterbrechen, ablenken, kurz gesagt – inspirieren zu lassen.
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23.09.2009 bis 10.01.2010
Unternehmen Nachhaltigkeit
Von schwindenden Ressourcen und steigenden Werten
Die Ausstellung zum nachhaltigen Wirtschaften von Unternehmen informiert über den vernünftigen Umgang mit Ressourcen und die Möglichkeiten, in ihren Erhalt und ihre Erneuerung zu investieren, und macht den entscheidenden innovativen Einfluss der Kreativwirtschaft auf eine nachhaltige Unternehmensstrategie deutlich.
Die Wilhelm Wagenfeld Stiftung thematisiert in der Ausstellung, die von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen in Kooperation mit ASU und RKW ausgerichtet wird, die Ressource Kulturwissen als einzige unerschöpfliche Ressource für Unternehmen.
Man versteht darunter die Kenntnisse und Fähigkeiten, die kreative Gestalter einsetzen, um zur Entwicklung und Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen einen eigenständigen, oft entscheidenden Beitrag zu leisten, der sich deutlich von den technischen und unternehmerischen Leistungen, die in einem Unternehmen vorhanden sind, unterscheidet.
Klug eingesetzt, führt das Kulturwissen nicht nur zu neuen, sondern vor allem zu zukunftsfähigen und nachhaltig wirkenden Marktideen. Es ist damit die Voraussetzung für langfristige Kundentreue und –bindung, eine der wichtigsten Ressourcen, kann darüber hinaus aber auch den Ausgangspunkt für eine
Ressourcenschonung bilden - etwa für Einsparungen von Material und Arbeitszeit bei der Produktion.
Die Ergebnisse der überaus erfolgreichen Zusammenarbeit des international erfolgreichen Bremers Wilhelm Wagenfeld (1900 – 1990) mit der Industrie, die sich über sechs Jahrzehnte erstreckte, stellen besonders anschauliche Beispiele für den Einsatz von Kulturwissen dar:
In dem sonst so schnelllebigen Bereich alltäglicher Gebrauchsgegenstände sind Wilhelm Wagenfelds Entwürfe 60 bis 80 Jahre nach ihrer Entstehungszeit noch immer – oder wieder – auf dem Markt.
Wagenfeld konnte die Unternehmer gewinnen, weil er sich nicht als Dienstleister, sondern als gleichberechtigter Partner der Kaufleute und Ingenieure begriff, der betriebswirtschaftliche und technische Erfordernisse ebenso in seine Planungen einbezog wie gestalterische Überlegungen.
Er konnte die Käufer von seinen Entwürfen überzeugen, weil er ihr Lebensgefühl teilte und dadurch ihren Wünschen und Bedürfnissen entgegenkam. Da er selbst bei den unscheinbarsten Gegenständen auf höchster Qualität bestand und ein herausragender Werbestratege war, erschloss er seinen Partnerfirmen gänzlich neue und über Jahrzehnte treue Kundenkreise.
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17.04.2009 bis 30.08.2009
100 Beste Plakate 07
Deutschland Österreich Schweiz
Erstmals in der Nordwest-Region zeigt das Wilhelm Wagenfeld Haus vom 17. April bis zum 30. August 2009 die sowohl für Laien als auch für das Fachpublikum gleichermaßen spannende Ausstellung „100 Beste Plakate 07".
Als ältestes Informationsmedium im öffentlichen Raum hat das zweidimensionale Plakat bis heute nichts von seiner Wirksamkeit und Faszination eingebüßt hat - der Allgegenwart der bunten, beweglichen, interaktiven Bildmedien zum Trotz. Nach wie vor ist das Plakat in der Lage, zum wichtigen Träger politischer Meinungen, gesellschaftlicher Stimmungen und kultureller Strömungen zu werden, die Aufmerksamkeit auf bevorstehende Ereignisse oder kommerzielle Angebote zu lenken.
Dem Verein „100 beste Plakate e. V.", Berlin, ist die alljährlich getroffene Auswahl aus den interessantesten eingereichten Plakaten der Länder Deutschland, Österreich und Schweiz zu verdanken. Es gelingt ihm, jeweils eine breite Beteiligung zu mobilisieren, da nicht nur Gestalter, sondern auch Auftraggeber und Druckereien die besten Entwürfe des Vorjahres einreichen können. Eine hochkarätig besetzte Jury garantiert die Vielfalt der Positionen und die Qualität der Auswahl. Interessanterweise haben Entwürfe von Studenten eine ebenso hohe Chance auf Nominierung wie weltweit renommierte Grafikdesign-Büros.
Ein schlüssiger Umgang mit Bild und Schrift, die gestalterische Idee und die visuelle Durchschlagskraft werden als Kriterien genannt. „Radikale Zumutungen sind erwünscht", denn die aus dem Wettbewerb entstandene Ausstellung will nicht nur den Status quo dokumentieren, sondern möchte über neue Sichtweisen auch neue Anstöße vermitteln. Gerade hier wird die Ausstellung auch für Marketingverantwortliche interessant. Der Schwerpunkt liegt auf experimentellen und ungewöhnlichen Arbeiten, sodass die Wirkung der jeweiligen Präsentation weit über den deutschsprachigen Raum hinaus ausstrahlt.
Ausstellungskatalog:
100 Beste Plakate 07
Deutschland Österreich Schweiz
hg. vom Verein 100 beste Plakate e.V., Berlin
Verlag Hermann Schmidt Mainz
Preis: 34,80 €
mehr : www.100-beste-plakate.de
Feiertagsöffnungzeiten: 1. Mai 09 geschlossen, Christi Himmelfahrt und Pfingsten geöffnet (10 - 18 Uhr)
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26.09.2008 bis 15.03.2009
Max Bill - Aspekte seines Werkes
Architektur, Design, Typografie
Das Wilhelm Wagenfeld Haus präsentiert vom 26. September 2008 bis zum 15. März 2009 den 1908 in der Schweiz geborenen Gestalter, Künstler und Theoretiker Max Bill. Zu sehen ist eine repräsentative Auswahl seiner Arbeiten aus den Bereichen Produktdesign, Gebrauchsgrafik und Architektur.
Der Bauhausschüler Max Bill (1908-1994) vereint in seiner Person die gesamte Bandbreite gestalterischer Begabungen: sein schöpferisches Potential erstreckt sich auf eine international erfolgreiche Tätigkeit als Maler, Grafiker, Typograf, Bildhauer, Designer, Werbeberater, Bühnenbildner, Ausstellungsgestalter, Architekt und Pädagoge. Nach 1945 spielt Max Bill in Deutschland eine bedeutende Rolle bei der Re-Etablierung der Moderne, vor allem als Erbauer und Gründungsdirektor der renommierten Hochschule für Gestaltung Ulm (1951-1957), aber auch als Gestalter von Produkten verschiedener deutscher Firmen und als Professor für Umweltgestaltung an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg (1967-1974). Der „Ulmer Hocker“ oder seine Uhren für Junghans sind längst in den Rang von Design-Klassikern aufgestiegen und werden bis heute erfolgreich produziert. Berühmt ist auch sein Buch „Form“, eine Bilanz der Formentwicklung in der Mitte des 20. Jahrhunderts.
Max Bills umfassender, gesellschaftlich verantwortlicher Designansatz, der alle Dinge der gestalteten Umwelt mit einbezieht, verbindet ihn mit seinem Zeitgenossen Wilhelm Wagenfeld und macht ihn zu einem einflussreichen Vertreter der kreativen Disziplinen.
Das Wilhelm Wagenfeld Haus ehrt Max Bill mit einer Ausstellung, die ihm das Gewerbemuseum seiner Heimatstadt Winterthur Anfang des Jahres anlässlich seines 100. Geburtstages ausgerichtet hat. Insgesamt 18 Leihgeber beteiligen sich an dieser Retrospektive, in der Werke aus öffentlichen und privaten Sammlungen mit Werken aus dem Nachlass zusammentreffen. Die Ausstellung zeichnet mit Arbeiten aus sechs Jahrzehnten den Weg dieses innovativen Architekten, Gestalters und Theoretikers sehr anschaulich nach. Dabei umfasst sie nicht nur Objekte aus der Alltagskultur wie Möbel, Uhren oder Gefäße, sondern auch Architekturzeichnungen und –modelle sowie Plakatentwürfe, Bücher und vieles mehr. Ergänzt um einen spannenden Briefwechsel zwischen Max Bill und Wilhelm Wagenfeld über grundlegende Fragen und Aufgaben der Gestaltung, liegen die Schwerpunkte auf den Bereichen Architektur, Design, Typografie.
Zur Ausstellung ist die Publikation „Max Bill: Aspekte seines Werkes“ erschienen. Sie zeigt die Vielfältigkeit von Bills Tätigkeit auf und bezieht auch sein künstlerisches Werk ein. Die 14 Autorinnen und Autoren gehen Bills Überlegungen zur „konkreten kunst“ und zur „guten form“ nach, thematisieren seine Zeit als Schüler am Bauhaus und als Lehrer an der weltbekannten Ulmer Hochschule für Gestaltung und widmen sich seinen malerischen Anfängen ebenso wie Fragen der Ausstellungs-, Buch- und Denkmalgestaltung. Eine ausführliche Biografie rundet die Beiträge ab (240 Seiten, 65 Farbabbildungen, 125 Textabbildungen, EUR 29,90).
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30.08.2008 bis 07.09.2008
reihenweise einzelstücke
40 Aussteller der Angewandten Kunst Bremen präsentieren ihre Arbeiten im Wilhelm Wagenfeld Haus
reihenweise einzelstücke
Unter diesem Titel präsentieren 40 Künstler aus Bremen und der Umgebung ihre Arbeiten aus Gold, Silber, Eisen, Ton, Papier, Holz, Seide und Stein in einer Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus.
Der Titel ist zugleich Konzept: Raum für Raum stellen sich die verschiedenen Gewerke vor, und Künstler für Künstler können die einzelnen Handschriften verglichen werden. Zu sehen sind Schmuckstücke, Keramiken, Eisenskulpturen, Möbel, Papierkunst und Kleiderunikate. Jede Reihe für sich hat ihren eigenen Charakter – aufeinander Bezug nehmend oder auch auseinander hervorgehend. Abfolgen entstehen, die Handschriften und Gestaltungsprinzipien erkennen lassen.
Das konzentrierte Nebeneinander der Gewerke macht die Fülle der Möglichkeiten deutlich, mit der ein Material bearbeitet werden kann. Es ist faszinierend zu beobachten, wie unterschiedlich die Werke von Künstlern des gleichen Materialkanons ausfallen können.
Spannende Variationen zeigen z.B. die Keramiker: hauchdünn gedrehte Schalen und mächtige, kraftvolle Gefäße – zartweiß schimmerndes Porzellan kontrastiert mit fast schwarz changierenden Raku-Objekten. In den gläsernen Kuben des „Schmuckraums“ reihen sich Preziosen, mal klassisch, mal eigenwillig.
Viele Objekte, die das Potential haben, heißgeliebtes Lieblingsstück zu werden!
Konzentriert auf kurze zehn Tagen ist ANGEWANDTE KUNST BREMEN auf hohem Niveau zu sehen.
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11.08.2008 bis 28.08.2008
Umbaupause!
Wir bauen eine neue Ausstellung auf:
reihenweise einzelstücke
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13.03.2008 bis 10.08.2008
Sprünge
Die Evolution des Neuen in der Alltagskultur
Die Welt wandelt sich rasant und mit ihr der Mensch und sein Umfeld. Doch wer bietet angesichts immer komplexer werdender Herausforderungen zukunftsfähige Lösungen?
Die Ausstellung „Sprünge“ zeigt an beispielhaften Exponaten, wie in der Alltagskultur durch intelligente Ideen und überraschende Verknüpfungen bereits bestehender Erkenntnisse herausragende Qualitätssprünge möglich werden. Im Rahmen von Globalisierung, Digitalisierung und Individualisierung tragen sie zur Dynamik von Veränderungsprozessen bei, gerade weil sie nicht auf einer linearen Weiterentwicklung beruhen.
Diese Entwicklungssprünge in unserer Alltagskultur sind vergleichbar mit evolutionären Prozessen in der Natur: Neues entsteht nicht zielgerichtet und in logischer Konsequenz, sondern oft sprunghaft, zufällig und durch überraschende Querbezüge.
So markiert z.B. der Einsatz von einem computergesteuerten Drachensegel für den Antrieb von Schwerlasttschiffen und Frachtern (Beluga SkySails) einen imposanten Entwicklungssprung: Die Nutzung eines bekannten Prinzips aus dem Segelsport in einem völlig neuen Zusammenhang setzt sowohl ökonomische als auch ökologische Impulse. Auch die bisher nicht denkbare Neu-Konfiguration eines Motorrads mit einem vibrationsfreien Dieselmotor bei Neander Motors verdichtet sich zu einem zukunftsrelevanten Qualitätssprung, der Auswirkungen auf die Yachtindustrie und dieselbetriebene Bundeswehr-Fahrzeuge haben wird.
Warum das ‚iphone’ ein absolutes Kultgerät ist, verdeutlicht ein Blick auf die einzigartige Konfiguration des handlichen Geräts. Intuitives erstklassiges Design, hochwertige Technologie-Komponenten und die Verknüpfung mit Musikdatenbanken, Organizer und dem Computer setzen Maßstäbe.
Die Ausstellung stellt unter Einbeziehung des richtungsweisenden Werkes von Wilhelm Wagenfeld den Menschen und die gesellschaftliche Evolution in den Mittelpunkt und zeigt Lösungen, die unsere Wahrnehmung, Denkstruktur, Lebensformen, Arbeitsbedingungen, Wünsche und Bedürfnisse beeinflussen und verändern. Die entscheidenden Fragen richten sich an die Kreativen Industrien als Impulsgeber für kultur- und gesellschaftsrelevante Entwicklungen: Welche gesellschaftlichen Umbrüche sind Ausgangspunkt für neue Produktideen? Welche intelligenten Ideen kreieren ihrerseits neue Erwartungen und weitere Veränderungen? Wie können kreative Prozesse in Unternehmen gefördert werden, wie können Produkte neue Zielgruppen überzeugen bzw. sich in einem schnell wandelnden Markt erfolgreich behaupten?
Das Wilhelm Wagenfeld Haus in zeigt in einem überraschenden, von dem renommierten Berliner Büro Vogt + Weizenegger ebenso abwechslungsreich wie informativ gestalteten Parcours die Bedeutung der Kreativen Industrien für den Transfer zwischen Naturwissenschaft, Technologie und Wirtschaft.
Veränderung erweist sich als das beständigste Prinzip in unserer Gesellschaft: Chance und Herausforderung zugleich.
Regelmäßige Führungen: Sonntags, 13 Uhr
oder nach Anmeldung unter T 0421 33 999 37
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12.07.2007 bis 27.01.2008
"Wie Ihr wollt: Konsum im Wandel - Shoppingkonzepte real:virtuell"
Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus
Öffnungszeiten an Weihnachten und Neujahr
24.,25., und 31.12.: geschlossen
26.12.: 10 bis 18 Uhr geöffnet
1.1.08: 13 - 17 Uhr geöffnet
Das Wilhelm Wagenfeld Haus fokussiert in seiner neuen Ausstellung ein Thema, das seit einiger Zeit den klassischen Handel und das Konsumverhalten revolutioniert: die neuen Einkaufstrends, bedingt durch das Nebeneinander von Angeboten in realen Geschäften und im Internet. Erstmalig wird dabei die Sicht des Kunden ins Zentrum einer Untersuchung gestellt. Die Ausstellung eröffnet ein Zeitfenster mit Blick auf die beiden Shoppingwelten, die sich mit erstaunlicher Schnelligkeit verändern, miteinander konkurrieren, aber auch zueinander in Beziehung treten. Denn im Wettstreit um Konsumenten, Kunden und Märkte entstehen immer neue Ideen und Strategien – auf der virtuellen Seite ebenso wie in der realen Welt.
Geschäfte machen für ihre Kunden den Einkauf zum Erlebnis, umwerben sie mit Unterhaltungsangeboten oder auch persönlichem Service. Durch das Internet und die Digitalisierung können die Käufer immer stärker an der Warenentstehung und dem Warenhandel teilnehmen, das klassische Bild vom Jäger und Gejagten löst sich auf: Konsumenten werden zu aktiven Kooperationspartnern. Sie werden zu Entwicklern und Produzenten, zu Verkäufern und Werbern. Und damit werden sie in einem nie gekannten Umfang Teil des gesamten Wertschöpfungsprozesses. In diesem Sinne ist die aktuelle Veränderungsphase geprägt von einer Reihe von Phänomenen, die den Konsumenten in nie bekanntem Maße zu einem selbstbestimmten Akteur machen. Besonders interessant ist, welchen positiven Beitrag die Kreativen Industrien mit ihrem Blick auf Kunden und Märkte in diesem Zusammenhang leisten. Denn die Disziplinen Design, Werbung, Marketing, Architektur, Fotografie, Film, aber auch die Medienwirtschaft vermitteln zwischen Kundenwünschen und Marktangeboten – sehr zum Vorteil der Käufer wie der Unternehmen.
Als herausragender Vertreter der Kreativen Industrien nimmt der Namensgeber des Hauses eine besondere Stellung ein, gegen den konsumorientierten Verschleiß etablierte er eine so genannte "Kultur des Brauchens", die sich dem Prestigegedanken entzieht, weil sie durch ihre Brauchbarkeit und unauffällige Schönheit nicht modisch vereinnahmt werden kann. Wagenfeld überzeugte seine Partnerfirmen von der Strategie, auf Kundenzufriedenheit zu setzen, die zu hohen Wiederverkaufsraten, Marken- und Firmentreue und nicht zuletzt zu positiver Mund-zu-Mund-Werbung führt.
Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an Kathrin Hager, T 0421 33 999 37 oder info@wilhelm-wagenfeld-stiftung.de
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31.10.2006 bis 18.03.2008
Museum in der Box - Design mobil
Ausgezeichnet mit dem VGH-Förderpreis für Museumspädagogik 2006
Das Museum in der Box – Design mobil
Kinder lernen spielerisch, sich mit der gestalteten Umwelt ihres Alltags auseinander zu setzen. Ein Designworkshop lädt zum Probieren, Erforschen und zum eigenen Entwerfen ein.
Das Wilhelm Wagenfeld Haus hat keine Dauerausstellung zum Werk Wilhelm Wagenfelds eingerichtet, sondern zeigt und konzipiert Ausstellungen zur Geschichte und aktuellen Tendenzen von Design und Alltagskultur.
Mit dem Vorhaben sollen Kinder für die Gestaltung ihrer Umwelt sensibilisiert werden, in dem sie Anregungen erhalten, sich ein eigenes Urteil zu bilden und sich so besser mit Design und den gestalteten Dingen ihres Alltags auseinandersetzen zu können. Mit Hilfe einer Mustersammlung von Dingen des täglichen Gebrauchs kann erprobt werden, wie beispielsweis etwas in der Hand liegt, wie sich die Materialien anfühlen oder über was sich die Gestalter Gedanken machen müssen.
Die Mustersammlung wird in transportfähigen Boxen verstaut und ist so auch für den mobilen Einsatz in Schulen geeignet. Eine Funktion ist die des Schaukastens, eine andere die des Designlabors: Anfassen, Erfassen und Ausprobieren. Das mitgelieferte Arbeitsmaterial dient als Informations- und Aufgabenkompendium und navigiert durch das Thema. Dieses Leitsystem ermöglicht den Kindern ein selbstständiges, individuelles Erfassen der Inhalte und animiert zu kreativer Beschäftigung mit dem Thema “Design“ im Museum und im Unterricht.
Möchten Sie eine Box ausleihen oder einen Workshop buchen? Bitte rufen Sie uns an:
0421 33 999 37
oder info@wilhelm-wagenfeld-stiftung.de
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13.10.2006 bis 29.04.2007
Keine Wunder!
Kreative Industrien - Impulsgeber für eine erfolgreiche Innovationskultur
Achtung geänderte Feiertagsöffnungszeiten:
Geschlossen: 24./25.12. und 31.12.2006
Geöffnet: Di 26.12. 2006, 15 – 21 Uhr
1.1.2007, 13–17 Uhr
Was ist das Geheimnis nachhaltiger Markterfolge? Eigenständiges Profil und hohe Innovationskraft, gepaart mit Mut und Ausdauer. Und das Vertrauen, sich mit den Kreativen Industrien auf neue Standortbestimmungen, Perspektiven und Sichtweisen, neue Produkte, Kommunikationsformen und Vertriebsszenarien einlassen zu können. Unternehmensbeispiele wie Apple, Loewe oder - als historisches wegweisendes Beispiel - das Jenaer Glaswerk Schott & Gen. zeigen: Jedes ist anders und jedes fand seinen eigenen Weg zum Erfolg.
Mehr Informationen zur Ausstellung mit Bildmaterial und Pressedownloads:
www.wwh-bremen.de/kalender
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24.06.2006 bis 24.09.2006
Nordaufnahme 2006
Die Fotografenvereinigung 'Nordaufnahme', ein Zusammenschluss von Fotografen und Fotodesignern aus dem Nordwesten, zeigen in der Ausstellung im Wilhelm Wagenfeld Haus einen Querschnitt ihres Schaffens. Seit 2004 entwickelte sich die 'Nordaufnahme' rasant zu einem kreativen Netzwerk, das das große fotografische Potential der Region prägt.
Zur Ausstellung erscheint der zweite Katalog der 'Nordaufnahme' (28,90 €).
Weitere Infos unter:
www.wwh-bremen.de/Kalender/2006
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20.05.2006 bis 20.05.2006
Lange Nacht der Museen
"Glox, Durax und Kakru"
Aspekte der Sammlung der Wilhelm Wagenfeld Stiftung
Sonderschau nur zur Langen Nacht
Unter dem Motto 'Museen sammeln' öffnen sich die Bremer Museen am 20.Mai von 18 bis 1 Uhr. Das Wilhelm Wagenfeld Haus präsentiert eine eigens dafür konzipierte Schau. Die industriegeschichtliche Spezialsammlung der Stiftung bezieht den gesamten Prozess der Wirkungsgeschichte der Sammelobjekte, vom Entwurf über das fertige Produkt bis hin zu Varianten, die Marketing- und Werbekonzepte, Kommunikationsmittel, Pressekampagnen, Verpackungen oder auch Plagiate mit ein. Für die kultur- und wirtschaftshistorische Forschung bietet sich hier die einmalige Möglichkeit, vergleichbare Serienprodukte bezüglich Form- oder Materialvarianten zu untersuchen.
Ein Rätsel stellt die Besucher auf die Probe:
Würden Sie einen "echten Wagenfeld" im Sammelsurium eines Flohmarktes erkennen?
Es gibt etwas zu gewinnen!
Ein Highlight ist auch in diesem Jahr die Design- und Sammlerbörse: fachkundige Sammler von Industriedesign ab den 1930er Jahren verkaufen ihre guten Stücke!
Darüberhinaus: Kurzführungen zu jeder vollen Stunde durch Dieter Begemann
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07.05.2006 bis 11.06.2006
Ausstellung zum Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2006
Der Preis der Preise
Der Designpreis, die offizielle Design-Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland, ist die wichtigste Maßnahme der Designförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit.
Die Auszeichnung wird jährlich für herausragend gestaltete Erzeugnisse aus den Bereichen Produkt- und Kommunikationsdesign verliehen.
Um den Designpreis können sich Unternehmen nicht selbst bewerben, sondern sie werden von den Wirtschaftsministerien und -senatoren der Länder bzw. vom Bundeswirtschaftsministerium nominiert. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass ein Produkt bereits mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet wurde. Kein anderer Designpreis stellt ein derart strenges Kriterium an die Teilnehmer: Er gilt daher als „Preis der Preise”. Für den Designpreis 2006 waren 865 Erzeugnisse nominiert worden. Eine hochrangig besetzte Jury benannte 25 herausragende Produkte aus den Bereichen Industrie-, Produkt-, Ausstellungs- und Kommunikationsdesign, die den Preis der Preise erhielten: 5 mal in Gold, 20 mal in Silber.
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21.02.2006 bis 31.12.2007
Magazinbesuche (Sammlung Wagenfeld):
nach Vereinbarung
Im Wilhelm Wagenfeld Haus ist keine Dauerausstellung zum Werk Wilhelm Wagenfelds eingerichtet. Für interessierte Besucher (keine Gruppen!) besteht bei rechtzeitiger Voranmeldung die Möglichkeit zur Magazinbesichtigung.
T 0421 33 999 33 (außer Sa + So)
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19.02.2006 bis 17.04.2006
Blick nach vorn: Kreativer Fahrzeugbau
Ernst Neumann-Neander (1871-1954) und Concept Cars des 21. Jahrhunderts
Die Geschichte des Fahrzeugbaus ist keine der bloß linearen Entwicklung in Technik und Design, sondern eine der radikalen Innovationen. Es ist immer wieder auch eine Geschichte der kühnen Visionen und verblüffenden Vorgriffe auf künftige Lösungen. Auch der Fortschritt im Fahrzeugbau verläuft weder geradlinig noch ist er alleiniges Gebiet der Ingenieurwissenschaften. Innovationsimpulse kamen und kommen immer wieder von Quereinsteigern und kreativen Köpfen anderer Disziplinen.
Einer der ersten branchenfremdem Quereinsteiger, die mit ihren originellen Ideen die Geschichte des Motorrad- und Autobaus mitprägten, war der Maler und Grafiker Ernst Neumann-Neander (1871-1954). Seine Pionierleistungen, etwa in der Betonung aerodynamischer Prinzipien und dem Streben nach Gewichtsreduzierung, waren seiner Zeit weit voraus. Die Ausstellung würdigt Neanders Lebenswerk mit einem Überblick über seine Innovationen im Motorradbau und die Entwicklung der von ihm so genannten „Fahrmaschinen“.
Eine einzigartige Sammlung von Originalfahrzeugen und Entwürfen lässt das rastlose Denken dieses höchst eigenwilligen Künstler-Ingenieurs lebendig werden.
Der Blick in die Geschichte ist zugleich ein Blick nach vorn. Angesichts enorm gestiegener Komplexität der Anforderungen bei der Entwicklung neuer Industrieprodukte, hat dieses imaginative Denken ‚out of the box’ seinen Platz: gerade heute!
Das Wilhelm Wagenfeld Haus belegt das mit einem beeindruckenden Querschnitt aktueller Fahrzeugentwürfe. Die Spanne reicht dabei von Concept Cars, die Technik und Design innovativ weiterdenken, über völlig neue Fahrzeugkonzepte bis hin zur Vernetzung bereits vorhandener Technologien.
So wird u.a. ein Projekt der Bahn vorgestellt, mit dem sie ihren Kunden am Zielort den Umstieg auf Individualfahrzeuge anbietet und somit umfassende und flexible Mobilität im Citybereich ermöglicht. Die präsentierten Konzepte beschränken sich nie auf Formgestaltung im engeren Sinn, sondern haben stets den Nutzer und neue Dimensionen der Mobilität im Blick. Die kreativen Disziplinen von Design bis Marketing und Werbung geben hier Innovationsimpulse mit erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung.
Zwischen Neumann-Neanders „Kurvenneiger“ und dem „City-Carver“ oder dem „Clever“ liegt ein gutes halbes Jahrhundert. Das, was einmal bloß skurril, gar unmöglich erschien, gewinnt in neuem Zusammenhang eine neue Bedeutung. Im gewandelten technischen, sozialen und ästhetischen Kontext beweist das einst Belächelte überraschende Aktualität.
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21.10.2005 bis 28.07.2006
Ausstellungshinweis:
Wilhelm Wagenfeld Ausstellung in Lemgo
im Zumtobel Staff Lichtforum
Grevenmarschstr. 74-78
32657 Lemgo
Für den täglichen Gebrauch
Industrieformen von Wilhelm Wagenfeld
Die Lippische Gesellschaft für Kunst präsentiert in Zusammenarbeit mit Zumtobel Staff und mit Unterstützung der Wilhelm Wagenfeld Stiftung eine Ausstellung mit Arbeiten Wilhelm Wagenfelds aus der Sammlung Günter Staeffler.
Informationen unter www.kunstverein-lippe.de
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20.10.2005 bis 22.01.2006
Camille 2005
Mode inspiriert durch Monets Camille
Mode und Fotografie aus Bremen
Eine Ausstellung des Design Zentrum Bremen
anlässlich der Schau in der Kunsthalle Bremen:
"Monet und Camille - Frauenbilder im Impressionismus"
Öffnungszeiten während der Weihnachtsfeiertage und Silvester / Neujahr:
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17.06.2005 bis 22.01.2006
zeitgleich
zeigt die Wilhelm Wagenfeld Stiftung
in ihrem Kabinett:
Wilhelm Wagenfeld
Vom Avantgardisten zum Klassiker der Moderne
Botschaften der Werbung
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17.06.2005 bis 16.10.2005
Ausstellung des Design Zentrum Bremen:
"ausgezeichnet"
contemporary-european-fashion-awards
Apolda European Design Award
Contemporary Fashion Archive
Festival International de Mode et de Photographie à Hyères
Preis der Stiftung der Deutschen Bekleidungsindustrie
Swiss Textiles Award
Firma-Pulver-Stephan Schneider
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22.04.2005 bis 22.04.2005
3. Bremer Wagenfeld Gespräch
Bildung in der Alltagskultur - eine zukünftige Marketingstrategie?
14 - 18 Uhr im Wilhelm Wagenfeld Haus
Die kaum noch überschaubare Fülle des Warenangebotes zwingt bekanntlich die Unternehmen zu immer ausgefeilteren Marketingstrategien und Werbekampagnen, um die Aufmerksamkeit potentieller Kunden auf sich zu ziehen und ihr Kaufinteresse durch jedes nur denkbare Argument zu wecken.
Wie steht es aber mit den so umworbenen, in all ihren Wünschen und Bedürfnissen akribisch analysierten Käuferinnen und Käufern?
Welche Chancen haben sie, in der globalen Warenwelt herauszufinden, was für sie persönlich das „Richtige“ ist? Gilt lediglich der Spruch: „Come in and find out?“
Die Wilhelm Wagenfeld Stiftung hat sich in ihrem letzten Ausstellungsprojekt
„Wie wohnen“ (7.11. – 3.4.05) mit diesem Fragenkomplex kritisch auseinandergesetzt:
Im vergangenen Jahrhundert war bis weit in die 1970er Jahre für deutsche Hersteller von Qualitätsprodukten die Kundenbindung noch unmittelbar mit „Kunden-Bildung“ verknüpft – wohlgemerkt in allen Preissegmenten.
Das Leitbild war der „mündige Verbraucher“, der mit geschultem Auge die minderwertige von guter Ware zu unterscheiden wusste und Verkaufsargumente abwägen konnte.
Vielfach äußerten diese Unternehmen gegenüber den Kultusministerien den dezidierten Wunsch, in Schulen und Berufsschulen die notwendigen Kenntnisse und Kriterien zu vermitteln, häufig mit Erfolg.
Heute sind es nur noch die Experten in den Designinstitutionen und an den pädagogischen Hochschulen, die den Rückgang an ästhetischer Bildung in allen Schulstufen beklagen und einen Neuanfang im Bereich Design und Alltagskultur fordern, um Menschen aus allen Bevölkerungsschichten einen Zugang zu den Dingen zu öffnen, mit denen sie sich umgeben und ihr Leben gestalten – jenseits aller Geschmacksdiktate und Normen, die früher verbindlich erschienen.
Eine Expertenrunde wird sich im Wilhelm Wagenfeld Haus mit der spannenden Frage auseinandersetzen, inwieweit die heutige Wirtschaft an einer Bildungsoffensive interessiert ist oder sein müsste, die eine Differenzierungsfähigkeit und Urteilskraft bei den zukünftigen Kundinnen und Kunden zum Ziel hat.
Nicht weniger interessant – besonders für die Lehrerschaft – ist die Frage, nach welchen Kriterien man Designleistungen, die untrennbar mit dem Qualitätsbegriff verbunden sind, im neuen Jahrhundert beurteilt, und wie man sich zu dem Problem originalgetreuer Plagiate verhält.
Eingeladen sind Unternehmer, Designer, Vertreter designfördernder und
-vermittelnder Institutionen, Hochschullehrer und Historiker.
Teilnehmer:
Christoph Böninger, München, Industriedesigner, Geschäftsführer designafairs GmbH,
Vorstand Industrie Forum Design Hannover,
Vorstandsvorsitzender Design Zentrum München
Hasso Bräuer, München
Kulturhistoriker, Filmproduzent
Prof. Karl-Eckhard Carius, Vechta
Universitätsprofessor, Institut für intermediäre Gestaltung, Design und ästhetisch-kulturelle Bildung, Universität Vechta
Lutz Dietzold, Frankfurt
Kunsthistoriker, Grafiker, stellvertretender Geschäftsführer
und Marketingleiter Rat für Formgebung
Heinz Jürgen Gerdes, Bremen
Produktdesigner, Geschäftsführer Bremer Design GmbH
Heinz-Werner Hellweg, Lemgo
Öffentlichkeitsarbeit Zumtobel Staff GmbH & Co.KG
Prof. Hansjerg Maier-Aichen, Karlsruhe
Unternehmer, Designer, Professor für Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Vorstandsmitglied Designlabor Bremerhaven, Designconsultant der thailändischen Regierung
Beate Manske M.A., Bremen
Kunsthistorikerin, Geschäftsführerin Wilhelm Wagenfeld Stiftung
Moderation:
Prof. Friedmann, Bremen
Dr. Friedmann & Compagnie Transformationsberatung GmbH
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07.11.2004 bis 03.04.2005
WIE WOHNEN
Von Lust und Qual der richtigen Wahl
Ästhetische Bildung in der Alltagskultur des 20. Jahrhunderts
Haben Sie Geschmack?
Sie finden diese Frage ziemlich geschmacklos? Dann stellen wir sie anders: Woher wissen Sie, welches das ‚richtige’ Möbelstück, Teeservice oder Besteck ist? Entscheiden Sie spontan, oder vergleichen Sie sorgfältig, auch bei preiswerten Angeboten? Lieben Sie langlebige Produkte, oder folgen Sie dem neuesten Trend? Ihre Antworten sind uns wichtig, denn nicht ohne Grund schicken wir Sie auf eine spannende Zeitreise durch die Geschichte der ‚Geschmacks’- und Wohnberatung.
Seit es Industrieprodukte gibt, ist die Qual der Wahl oft größer als die Lust, und in unserer globalisierten Welt ist das Angebot fast unüberschaubar geworden. Kein Wunder, dass man Ratgeber braucht – heute sind es vor allem die vielfältigen, spezialisierten Wohnzeitschriften, die über Messeneuheiten und modische Trends informieren oder sie sogar setzen.
Früher lag diese Meinungsführerschaft bei Expertengremien, die Wohnratgeber, Kataloge oder umfangreiche Kompendien der gesamten Alltagskultur, so genannte „Warenkunden“, herausgaben. Seit 1900 galt es als wichtige pädagogische Aufgabe, Hersteller, Händler und Käufer gleichermaßen von den Grundsätzen einer angemessenen Gestaltung und Herstellungsqualität zu überzeugen: Nur so hatten deutsche Waren eine Absatzchance auf dem Weltmarkt. Die Kriterien für ‚guten und schlechten Geschmack’ änderten sich im Laufe der Jahrzehnte, aber sie waren jeweils klar definiert und boten eine Orientierungshilfe.
In acht Themenräumen können Sie anhand von Büchern, Katalogen, Objekten, Fotos, interaktiven Medien und historischen ‚Schulkisten’ die Geschichte dieses Aspekts ästhetischer Bildung nachvollziehen. Heute steht die individuelle Entscheidung an erster Stelle, von Normen und Geboten ist man längst abgerückt. Der Begriff der Qualität ist im ständigen Wandel begriffen – interkulturelle Aspekte können ebenso eine Rolle spielen wie ökologische Gesichtspunkte und vieles mehr. Nur der bewusste Umgang mit den Dingen des täglichen Gebrauchs und direkte Vergleiche verhelfen uns zu einem eigenständigen Urteil. Seit Jahren setzen sich deshalb die Fachleute dafür ein, die ästhetische Bildung in Schulen und Hochschulen zu verstärken: Als ‚mündige Verbraucher’ können wir nicht nur unsere eigene Lebensqualität erhöhen, auch die Wirtschaft würde von der Forderung nach anspruchsvoller Ware, die keineswegs teuer sein muss, profitieren.
Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Katalog begleitet, der im HatjeCantz-Verlag erscheint (24,90 €).
Sonderöffnungszeiten während der Osterfeiertage:
Karfreitag (25.3.) geschlossen
Ostersonntag und Ostermontag von 10 bis 18 Uhr geöffnet
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27.08.2004 bis 24.10.2004
Das Designzentrum Bremen zeigt:
simply droog
10+1 years of creating innovation and discussion
zeitgleich zeigt die Wilhelm Wagenfeld Stiftung in ihrem Kabinett
Wilhelm Wagenfeld: Oft kopiert - nie erreicht.
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10.06.2004 bis 15.08.2004
Mehr als tausend Worte. Die Sprache politischer Symbole.
Ausstellung des I/I/D:
Institut für Integriertes Design
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10.06.2004 bis 15.08.2004
Zeitgleich zeigt die Wilhelm Wagenfeld Stiftung in ihrem Kabinett:
Wilhelm Wagenfeld: oft kopiert - nie erreicht
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23.04.2004 bis 23.05.2004
Ausstellung des Design Zentrum Bremen:
einfach gut. Design als Ausdruck der Unternehmenskultur
BraunPreis: Die 22 besten Produktkonzepte angehender Industriedesigner aus 12 Nationen
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23.04.2004 bis 23.05.2004
Zeitgleich zeigt die Wilhelm Wagenfeld Stiftung in ihrem Kabinett:
Das Selbstverständliche suchen
Wilhelm Wagenfeld als Pionier moderner Unternehmenskultur
Wilhelm Wagenfeld war nicht nur Partner zahlreicher Industrieunternehmen, sondern fast immer auch Impulsgeber für innovative, zeitgemäße Produktlinien, die er in Zusammenarbeit mit Technikern und Ingenieuren entwarf und über Jahre, manchmal Jahrzehnte konsequent weiterentwickelte. Er fand immer wieder Unternehmerpersönlichkeiten, die er überzeugen konnte, dass einem Sortiment nur dann ein nachhaltiger Erfolg beschieden ist, wenn es auch sozial und kulturell bedeutsam, d. h. auf die sich wandelnden Lebensgewohnheiten der Käufer ausgerichtet ist. Schönheit, Brauchbarkeit und eine angemessene Preisgestaltung, die den Bedürfnissen der Hersteller wie der Kunden Rechnung trug, sowie zukunftsweisende Werbestrategien bilden das Geheimnis seines Erfolges.
Viele von Wagenfelds Entwürfen erreichten Millionenauflagen. Seit Beginn der 90er Jahre besannen sich etliche Firmen auf diese so wichtigen Zeugnisse ihrer Unternehmenskultur und brachten Neuauflagen heraus. Ebensoviele Produkte aber werden - ohne besondere Werbung - seit 30, 50 oder 70 Jahren ununterbrochen hergestellt, weil die unbeirrbare Nachfrage der überzeugten "Braucher" sie auf dem Markt hält. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten wird die herausragende Qualität der von Wagenfeld gestalteten Gegenständen neu entdeckt und gewürdigt.
Zu den langjährigen Partnern Wilhelm Wagenfelds gehörten folgende Unternehmen:
Jenaer Glaswerk Schott & Gen., Jena; Johannes Buchsteiner, Gingen; Lindner/ Bamberg; Otto Groþsteinbeck (Ogro), Velbert; Peill & Putzler, Düren;
Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Weser; Rosenthal Porzellan AG, Selb;
Vereinigte Lausitzer Glaswerke (VLG), Weiþwasser;
Württembergische Metallwarenfabrik (WMF), Geislingen
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