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VLG Produkte

Staatliches Bauhaus Weimar I Staatliche Bauhochschule Weimar
Jenaer Glaswerk I Porzellanmanufaktur Fürstenberg I Rosenthal Porzellan AG |
Vereinigte Lausitzer Glaswerke I Werkstatt Wagenfeld mit Partnern: WMF, Peill & Putzler, Lindner u.a.


 

Vasen und Blumenschalen
Einen besonders großen Sektor in Wagenfelds Werk nehmen die Vasen und Blumenschalen ein; allein zwischen 1935 und 1938 entstehen ca. 70 unterschiedliche Entwürfe. Viele werden bis in die 1960er Jahre produziert und haben eine so breite Nachfolge gefunden, dass sie heute noch  jedem Betrachter vertraut erscheinen.

Die Gefäße erzielen ihre Wirkung in erster Linie durch ihren klaren Umriss und die Farbgebung. Schliffe und Dekore sind nur zugelassen, wenn sie die Form unterstreichen.


Pressglas

Wilhelm Wagenfeld Vasen - 1937Blumenschalen, Pressglas, 1936/37Besonders spektakulär sind Wagenfeld Experimente mit dem bisher als „Billigmaterial“ verachteten Pressglas. Es gelingt ihm, die hässliche Pressnaht zu vermeiden, indem er sie an den oberen Rand der Gefäße legt, wo sie durch Verwärmung entfernt wird. Die Glasmasse wird so stark durchgemischt, dass selbst Gefäße ohne Blasen und ohne Dekor möglich werden. Es entsteht eine Fülle praktischer, billiger und schöner Hauhaltsgegenstände, etwa die ersten stapelbaren Eierbecher, die zweiteilige Zitronenpresse oder Stapelascher, die sich auch auf dem „gepflegten“ Tisch behaupten können.

 

 


Das Vorratsgeschirr „Kubus“

Der "Kubus" aus Pressglas entspricht in der Gesamtgröße den Fächern der ersten  Kühlschränke der 1930er Jahre für den Privathaushalt. Wegen seines vielfältigen Verwendungsangebots, den unterschiedlichen Behältern , den raumsparenden Kannen mit eingezogenen Griffen, den Deckeln mit Lüftungsschlitzen, v.a. aber wegen des Materials und der Stapelbarkeit ist der „Kubus“ in der Idee, Form und Funktion vorbildlich geblieben. Bis 1968 wurde er hergestellt.Wilhelm Wagenfeld Vorratsgeschirr Vorratsgeschirr "Kubus", 1938/39


Wirtegläser

Als einer der ersten Entwerfer kümmert sich Wagenfeld auch um die Gestaltung von Gläsern für den alltäglichen Gebrauch, so auch um Schoppengläser und Bier- oder Weinseidel für Gaststätten. Er verwendet auf sie die gleiche Sorgfalt wie die zarten, teuren Service, ohne ihren Preis zu erhöhen. Sein Konzept wird durch den steigenden Absatz bestätigt.


 

Sonderauftrag für Günther Wagner, Hannover

Wilehlm Wagenfeld Pelikanflaschen, 1937Pelikanflaschen, 19371937 vergibt die Firma Günther Wagner einen Auftrag an die VLG. Wagenfeld stellt sich der Aufgabe, einen schon vorhandenen Markenartikel, das „Pelikan“ – Tintenfass, zu verändern. Er löst sie souverän, indem er die alte Form nicht völlig aufgibt, sondern verbessert. Die Tintenknickflasche erlaubt es den Benutzern, den Federhalter oder Füller ohne Verschmutzung einzutauchen, da man eine beliebig kleine Tintenmenge in den Vorderteil der Flasche kippen kann. Auch den eckigen Flaschen gibt Wagenfeld eine bessere Form und Erkennbarkeit: Die Seiten der 4-eckigen Flaschen sowie alle Verschlussdeckel werden mit der berühmten Pelikan-Marke geprägt.


I assure you that you and your work are the model case for what the Bauhaus has been after.
Walter Gropius (Brief an Wagenfeld vom 14.04.1965), Direktor des Bauhauses 1919 - 1928