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Staatliches Bauhaus Weimar I Staatliche Bauhochschule Weimar
Jenaer Glaswerk I Porzellanmanufaktur Fürstenberg I Rosenthal Porzellan AG |
Vereinigte Lausitzer Glaswerke I Werkstatt Wagenfeld mit Partnern: WMF, Peill & Putzler, Lindner u.a.


 

Partner der Werkstatt Wagenfeld

Württembergische Metallwarenfabrik (WMF), Geislingen/ Steige 1949 - 1977

Wagenfelds wohl wichtigster Partner wird die WMF, deren Produktpalette er in den 1950er und 1960er Jahren entscheidend prägt. In systematischer Planungs- und Entwicklungsarbeit entstehen umfangreiche Sortimente aus Glas und Metall rund um den gedeckten Tisch, die in den Privathaushalten ebenso akzeptiert werden wie im Hotel und Gaststättenbereich. Die zurückhaltende Formgebung, die über Jahrzehnte dem optischen Verschleiß trotzt, und die praktische Brauchbarkeit der Geräte sichert dem Unternehmen eine Nachhaltigkeit, die von keinem anderen Gestalter in der WMF erreicht wird.

War es Wagenfeld in den 1930er Jahren gelungen, das billige Pressglas „gesellschaftsfähig“ zu machen, so gelingt es ihm jetzt mit Edelstahl-Produkten („Cromargan“) anstelle von Silber.

Zahlreiche Erfindungen zur Einsparung von Material und Arbeitszeit fließen in Wagenfelds Überlegungen ein; erst in langen Versuchsreihen klärt sich die Frage der Gestaltung jedes neuen Gegenstandes, damit das fertige Produkt die angestrebte „Selbstverständlichkeit“ in Form und Funktion erhält, auf der seine Langlebigkeit beruht. Zahlreiche Musterschutzanmeldungen, die die Verbesserung des Gebrauchs und die Verbilligung der Produktion betreffen, stellen Wagenfelds  beachtlichen Erfindungsreichtum unter Beweis. Die Verkaufszahlen der Produkte lagen schon in den 1960er Jahre in Millionenhöhe, einige Entwürfe werden bis heute hergestellt („Edition Wagenfeld“).

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Peill & Putzler Glashüttenwerke AG, Düren, 1952 - 1958

Die Leuchtenprogramme Wagenfelds sind von dem Raumgefühl und Formempfinden der Nachkriegsmoderne geprägt und passen perfekt zu der Innen- und Außenarchitektur wie zu den Wohnungseinrichtungen dieser Zeit.

Für Peill & Putzler entstehen teils zurückhaltende, plastisch-organische Formen, teils spielerisch wirkende Doppelschirmleuchten mit angenehmer Lichtstreuung für Wohnräume.

 


 

Lindner GmbH, Bamberg, 1955 – 1970

Konkurrenzlos ist das Sortiment für die Firma Lindner mit organisch geformten Funktionsleuchten für Küche, Bad und Außenräume. Die neugestalteten Porzellansockel und Leuchtengläser bilden eine ästhetisch überzeugende Einheit und entsprechen lichttechnisch dem höchsten Standard. Wegen ihrer unauffälligen Formgebung und ihres hohen Gebrauchswertes sind sie zum Teil noch heute in und an unzähligen Wohnungen und Häusern zu finden.

Wandleuchten Systral

 



Max Braun AG, Frankfurt, 1954 - 1956

Radio-Phono-Kombination Radio-Phono-Kombination "Braun-Kombi", 1955Die vertragliche Zusammenarbeit von Wilhelm Wagenfeld mit dem Unternehmen Braun dauerte zwar nur von 1954 bis 56, aber auch hier gab Wagenfeld die Initialzündung für eine grundlegende Umorientierung in der Produktlinie sowie für die Einrichtung einer eignen Entwurfsabteilung. So bereitete er den Boden für die weltweit anerkannte Unternehmenskultur und den kommerziellen erfolg von Braun. Als 'ehrenamtlicher' Berater blieb Wagenfeld den Gebrüdern Braun in Freundschaft noch über Jahrzehnte verbunden.

 



Johannes Buchsteiner GmbH und Co.KG Plasticwerk, Gingen an der Fils, 1955 - 1958

 



Ogro (Otto Großsteinbeck GmbH), Velbert, 1955 - 1966

Weitere Entwurfsarbeiten für

Alpina Büromaschinen Werk GmbH, Kaufbeuren
Gebr. Baumann, Amberg
Dietsche KG, Todtnau
Hengstenberg, Esslingen
Rosenthal Porzellan AG, Selb
Koch's Adler Nähmaschinenwerke AG, Bielefeld
Vosswerke, Sarstedt


I assure you that you and your work are the model case for what the Bauhaus has been after.
Walter Gropius (Brief an Wagenfeld vom 14.04.1965), Direktor des Bauhauses 1919 - 1928