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25.05.2013  -  29.09.2013

2013 Vom Stand der Dinge

 

Was hat sich seit dem 20. Jahrhundert, insbesondere seit den 1950er bis 1970er Jahren gewandelt, als Wilhelm Wagenfeld und seine Zeitgenossen den gesellschaftlichen Veränderungen gerade auf dem Feld der Ess-und Tischkultur so erfolgreich nachspürten? Mit welchen Konzepten reagieren heute maßgebliche, international erfolgreiche Gestalter auf die neuen Verhaltensweisen, Essgewohnheiten und Wünsche der Nutzer in aller Welt? Gibt es noch Unternehmen, die selbst Anstöße zu sinnvollen Neuerungen geben und anspruchsvolle Entwürfe auf hohem Niveau umsetzen, oder muss der Gestalter sein eigener Produzent und Verleger werden?

Ausgehend vom Werk dreier Klassiker der Moderne, Wilhelm Wagenfeld, Tapio Wirkkala und Timo Sarpaneva, die am Anfang der Ausstellung stehen, wurden 11 anerkannte, zeitgenössische Gestalter eingeladen, mit ausgewählten Industrieprodukten von ihrer Arbeit, ihrer Denkweise, ihren Überlegungen zu gesellschaftlichen Veränderungen, ihren Entwürfen und Vorlieben, der Bedeutung alter und neuer Materialien, Techniken, Dekore etc. zu berichten. Jedem wurde außerdem die Frage gestellt, ob die Denkansätze von Wilhelm Wagenfeld, die weit über die Planung des jeweiligen Produkts hinausgingen, für sie heute noch relevant und einlösbar erscheinen. Einen weiteren, unabhängigen „Erzählstrang" bildet das Begleitprojekt der freien Fotografin Tanja Jürgensen, die Personen aus unterschiedlichsten Berufs- und Altersgruppen in Bremen jeweils ein Objekt in die Hände gegeben, aber auch in deren persönlichem Umfeld ihre Bildmotive gefunden hat, um heutigen Verhaltensmustern und Lebensstilen nachzuspüren.So ist auf ganz unterschiedlichen Wegen ein authentisches, spannendes Bild unserer gegenwärtigen Alltagskultur entstanden.

Die teilnehmenden Gestalter: Aldo Bakker, Niederlande; Sebastian Bergne, Großbritannien; Naoto Fukasawa, Japan; Ruth Gurvich, Frankreich; Alfredo Häberli, Schweiz; Ineke Hans, Niederlande,Kap-Sun Hwang, Südkorea/Deutschland; Hanna Krüger, Deutschland; Polka, Österreich;Timo Sarpaneva, Finnland; Barbara Schmidt, Deutschland; Scholten & Baijings,Niederlande; Wilhelm Wagenfeld, Deutschland; Tapio Wirkkala, Finnland.

Die Leihgeber: Alessi S.p.a., Italien, Heinrich Averwerser, Burgdorf, Deutschland B&B Italia, Thomas Eyck, Niederlande, Georg Jensen, Dänemark, Herender Porzellan, Ungarn, Iittala, Finnland/Deutschland, Kahla Porzellan, Kahla, Deutschland, Lobmeyr, Österreich, Particles Gallery, Niederlande, Porzellanikon, Deutsches Porzellanmuseum, Hohenberg a.d. Eger, Deutschland, Porzellanmanufaktur Fürstenberg, Fürstenberg a. d. Weser, Deutschland, Porzellanmanufaktur Nymphenburg, München, Deutschland, Rosenthal, Selb, Deutschland, Royal VKB, Niederlande, sowie die Gestalter selbst.

Ausstellungskonzeption: Jakob Gebert, Hanna Krüger, Beate Manske

Mit Dank für die freundliche Unterstützung an: raumplus

Medienpartner:
Weser Kurier
vdi nachrichten

I assure you that you and your work are the model case for what the Bauhaus has been after.
Walter Gropius (Brief an Wagenfeld vom 14.04.1965), Direktor des Bauhauses 1919 - 1928