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Biografie

1900 - 1930    |    1931-1946    |      1947 - 1955    |    1956 - 1998


 

15. 04.1900
Als Sohn von Heinrich Wilhelm Wagenfeld und seiner Ehefrau Elisabeth, geb. Wichmann, in der Vollmersstraße 52 in Bremen-Walle geboren. 1902 und 1904 Geburt seiner Schwestern Anna und Auguste. Der Vater, ein engagierter Sozialdemokrat, ist Vertrauensmann der Transportarbeiter im Hafen.


1914  - 1919
Lehre im Zeichenbüro der Bremer Silberwarenfabrik Koch & Bergfeld bis 1918, danach ein Jahr Tätigkeit als Industriezeichner. 1916 - 19 zugleich Besuch der Bremer Kunstgewerbeschule. Begeisterung für die Kunst und Literatur des Expressionismus, erste grafische Arbeiten.


1919 - 1922
Durch Vermittlung seiner Lehrherren Stipendium an der Zeichenakademie Hanau mit angegliederter Fachschule für Edelmetalle, Schüler des Malers Reinhold Ewald. Zugleich Ausbildung zum Silberschmied. Teilnahme an Wettbewerben für Kirchengeräte und Schmuck.


1922 - 1923
Aufenthalt in Bremen und Worpswede. Einrichtung einer Werkstatt im „Haus im Schluh“, freie grafische Arbeiten (u. a. Holzschnitte, Radierungen), aber auch Metall- und Schmuckentwürfe. Freundschaft mit Heinrich Vogeler und Bernhard Hoetger.

Metallwerkstatt des Bauhauses in WeimarIn der Metallwerkstatt des Bauhauses in Weimar, 1924/25
(Wagenfeld mit Pfeife), Foto: Hans Przyrembl

1923 - 25
Metallwerkstatt des Staatlichen Bauhauses Weimar unter Leitung von László Moholy-Nagy und Christian Dell.1924 Gesellenprüfung vor der Weimarer Handwerkerinnung als Silberschmied und Ziseleur. Entwurf von Metallgeräten und der „Bauhaus - Leuchte“.


1925
Heirat mit Else Heinrich; ihr in die Ehe mitgebrachter Sohn Michael erhält den Namen Wagenfeld. 1926 Geburt des Sohnes Johann, 1928 des Sohnes Heinrich; 1941 Scheidung.


1926
Mitglied im Deutschen Werkbund.

 

1926 - 1930
Assistent in der Metallwerkstatt der Staatlichen Bauhochschule Weimar, der Nachfolgeinstitution des Bauhauses; ab 1928 deren Leiter. Entwurf von Metallgeräten und einer Serie von Tisch- und Deckenleuchten; ab 1929 praktische Zusammenarbeit mit der Industrie. Beginn seiner intensiven publizistischen Tätigkeit.


1930
Auflösung der Bauhochschule durch die Nationalsozialisten; Beginn der freiberuflichen Tätigkeit. Förderung des Glasbläsergewerbes (Heimarbeit) im Thüringer Wald im Auftrag des Wirtschaftsministeriums; Zusammenarbeit mit der Schmuckfabrik Ottmar Zieher in Schwäbisch-Gmünd (bis 1933).

 


Brauchbar sein heisst auch schön sein, denn alles brauchen muss schön sein können, anders erfüllen die Dinge nicht ihren Sinn.
Wilhelm Wagenfeld