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26.10.2018  -  22.04.2019

einfach gut. Design aus Dänemark

 

Hans J. Wegner, Pfauenstuhl, 1947
© Hans J. Wegner/PP Møbler
Designmagazine und -blogs berichten wöchentlich über dänisches Design. Sie feiern die Klassiker der 1950er/60er Jahre und verankern den Begriff „Hygge“ im deutschen Vokabular. Offensichtlich spricht dänisches Design die Sehnsucht vieler Menschen nach Geborgenheit, nach langlebiger Qualität und dem sorgsamen Umgang mit natürlichen Materialien an.

Die Ausstellung greift dieses Interesse auf, stellt aber zugleich den nostalgischen Blick in Frage. Wie konnte Design sowohl in der Außenwahrnehmung des Landes als auch innerhalb der dänischen Gesellschaft eine so zentrale Rolle einnehmen? Wie wurde es zu einer Marke, die heute als „cool“ gilt? Was bedeutet das Ideal des Handwerks in einer industrialisierten Welt? Ist Nachhaltigkeit auch heute noch ein aktuelles Thema, oder ist dieser Anspruch inzwischen zu einem oberflächlichen Verkaufsargument verkommen?

Blick in die Ausstellung, Foto: Jens WeyersAnhand ausgewählter Designobjekte von 1945 bis heute wird nicht nur Designgeschichte erzählt, sondern auch ein Porträt Dänemarks gezeichnet: vom Traum der Wohlfahrtsgesellschaft (Design für alle!) bis zum heutigen globalisierten Design mit gesellschaftspolitischer Verantwortung. Zu sehen sind sowohl Möbelklassiker von Arne Jacobsen, Finn Juhl, Verner Panton und anderen, aber auch neue Designlösungen wie einen wasserreinigenden Strohhalm oder ein Medikamenten-Dosiersystem.

Die Ausstellung wurde von der Kgl. Dänischen Botschaft in Berlin initiiert und war dort erstmals im Sommer 2017 zu sehen. Wir freuen uns sehr, dass wir diese Ausstellung in erweiterter und auf das Wilhelm Wagenfeld Haus zugeschnittener Form exklusiv für den Norden Deutschland präsen­tieren können.

 

GestalterInnen
Thomas Alken, Kay Bojesen, Poul Christiansen, Søren Ravn Christensen, Louise Campbell, Rosa Tolnov Clausen, Nanna Ditzel, Rasmus Bækkel Fex, Christina Liljenberg Halstrøm, Poul Henningsen, Arne Jacobsen, Hans Sandgren Jakobsen, Jacob Jensen, Ole Jensen, Sebastian Jørgensen, Finn Juhl, Karen Kjældgård-Larsen, Poul Kjærholm, Kaare Klint, Henning Koppel, Herbert Krenchel, Erik Magnussen, Cecilie Manz, Margrethe Odgaard, Verner Panton, Jens Quistgaard, Alexander Øivind Slaatto, Jesper K. Thomsen, Emil Thorup, Johnny Sørensen und Rud Thygesen, Jørn Utzon, Paul Volther, Hans J. Wegner, Stine Weigelt, Bjørn Wiinblad

I assure you that you and your work are the model case for what the Bauhaus has been after.
Walter Gropius (Brief an Wagenfeld vom 14.04.1965), Direktor des Bauhauses 1919 - 1928