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24.05.2019  -  27.10.2019

Wilhelm Wagenfeld: Leuchten

Wilhelm Wagenfeld: Bauhausleuchte
(Tischleuchte MT 8), 1924, Staatliches Bauhaus Weimar, Foto: Jens Weyers © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
 
Eine Tischleuchte als Symbol für das Bauhaus
Im Rahmen des 100jährigen Bauhausjubiläums widmet sich die Ausstellung den Leuchten­ent­würfen Wilhelm Wagenfelds. Am Anfang steht seine berühmte Tischleuchte von 1924, die wie kaum ein anderes Objekt mit dem Bauhaus verbunden wird. Doch wie hat sich die Bau­­hau­sidee in den 1950er bis 1970er Jahren im Werk Wagenfelds weiterentwickelt? Führt er das Bauhaus-Projekt fort oder erarbeitet er neue Ansätze?

 

Wilhelm Wagenfeld: Pendelleuchten "Tropfen", 1953, Fotomontage um 1955
Peill & Putzler Glashüttenwerke, Düren
 
Sich vom Bauhaus lösen - die organische Form
Auf den ersten Blick scheint sich Wagenfeld in der Nachkriegszeit vom Bauhaus zu lösen. Er arbeitet nicht mehr mit strenger Geometrie, sondern ent­wickelt Leuchten mit organisch fließenden Formen. Dennoch schreibt Walter Gropius, der erste Direktor der einfluss­reichen Kunstschule um 1960, dass niemand „die Grundidee des Bauhauses so wirkungsvoll weiter­ent­wickelt“ habe wie Wagenfeld.

 

 

Wilhelm Wagenfeld vor Lindner-Leuchten in der Stuttgarter "Werkstatt Wagenfeld", um 1964Das Bauhaus weiterdenken - Industrielle Formgebung
Wagenfelds Verbindung zum Bauhaus geht über eine formale Ähnlichkeit weit hinaus. Seine in Stuttgart gegründete „Werkstatt Wagenfeld“ löst ein, was  Gropius mit dem Konzept des „künst­lerischen Labors“ vorgedacht hatte. Indem er seine Entwurfspraxis im industriellen Umfeld verankert, entstehen gute und preiswerte Leuchten auch für bisher wenig beachtete Bereiche wie Bad, Keller und Flur. „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ – so formulierte es der zweite Bauhaus­direktor Hannes Meyer.

 

Leuchten nach der Bauhausleuchte?Gae Aulenti: Leuchte "Parola", 1980, Fontana Arte
Das Schlusskapitel der Ausstellung wendet sich wieder der Bauhausleuchte zu und zeigt, wie prä­gend ihre Form auch heute noch ist. Auch wenn DesignerInnen wie  Gio Ponti, Vico Magistretti oder Gae Aulenti mit neuen Materialien, Konzepten und Formen arbeiten, erinnern viele Details an Wagenfelds Bauhausleuchte.

 

 

 

Das Rahmenprogramm zur Ausstellung:

Dienstag, 25. Juni  2019, 18 Uhr
Kuratorenführung
mit Dr. Julia Bulk

Dienstag, 2. Juli 2019, 18 Uhr
Designgespräch 3
Prof. Oliver Niewiadomski, Professor für Konstruktive Geometrie an der Hochschule für Künste Bremen und Dr. Julia Bulk, Direktorin der Wilhelm Wagenfeld Stiftung, führen durch die Ausstellung

Dienstag, 27. August  2019, 18 Uhr
Designgespräch 4
Prof. Dr. Klaus Struve, Sammlungen Zweck & Form,  Oldenburg und Dr. Julia Bulk, Direktorin der Wilhelm Wagenfeld Stiftung  führen durch die Ausstellung

Sonntag, 8. September 2019, 10 – 18 Uhr
Tag des offenen Denkmals
Eintritt frei

Dienstag, 10. September 2019, 18 Uhr
Designgespräch 5
Prof. Jakob Gebert, Professor für Möbeldesign und Ausstellungsarchitektur  an der Kunsthochschule Kassel und Dr. Julia Bulk, Direktorin der Wilhelm Wagenfeld Stiftung,  führen durch die Ausstellung

Dienstag, 8. Oktober 2019, 18 Uhr
Kuratorenführung
mit Dr. Julia Bulk

Freitag, 25. Oktober 2019, 18 – 20.30 Uhr
Was erzählen uns die Dinge?
Schreibwerkstatt mit Jutta Reichelt
Kosten: 15 € / 8 € ermäßigt
Anmeldung unter T 0421 33 999 33, max. 10 Personen

 

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Nord L/B Kulturstiftung
Der Senator für Kultur der Freien Hansestadt Bremen
Tecnolumen

Wirtschaftsförderung Bremen

Medien- und Kooperationspartner:
Weser Kurier
radio bremen zwei
Cityinitiative Bremen
Das Viertel

 

 

I assure you that you and your work are the model case for what the Bauhaus has been after.
Walter Gropius (Brief an Wagenfeld vom 14.04.1965), Direktor des Bauhauses 1919 - 1928