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Biografie 1931-1946

1900 - 1930  I  1931 - 1946    |    1947 - 1957    |    1958 - 1998


 

1931
Beginn der künstlerischen Mitarbeit in der Großindustrie: Vertrag mit dem Jenaer Glaswerk Schott & Gen. für feuerfestes Haushaltsglas (Teeservice, Backschüsseln) und für Leuchten.
Einzelaufträge für die Porzellanmanufakturen Fürstenberg / Weser 1934 (Service 639) und Rosenthal AG / Selb, 1938. (Service „Daphne“).

 


1931 - 1935
Dozent an der Staatlichen Kunsthochschule Grunewaldstraße, Berlin, seit 1935 Professur.


1932
Mitglied der Deutschen Glastechnischen Gesellschaft.


1933
Mit Walter Gropius und Martin Wagner protestiert Wagenfeld gegen die „Gleichschaltung“ des Deutschen Werkbundes.

 

1935
Kündigung des Vertrages mit dem Jenaer Glaswerk, jedoch weiterhin Ausführung von Einzelaufträgen (bis 1937).
Übernahme der künstlerischen Leitung der Vereinigten Lausitzer Glaswerke in Weißwasser/Oberlausitz, der größten europäischen Glashütte; starkes soziales Engagement im Betrieb. Durch Einführung des von Wagenfeld verantworteten Qualitätssektors der „Rautengläser“ wird die Hütte wirtschaftlich saniert.
Internationale Preise und Anerkennungen:
 

1937 
Goldmedaille der Weltausstellung Paris für Jenaer und Lausitzer Glas, Bronzemedaille der Triennale Mailand; 1940 Grand Prix der Triennale Mailand.


1939
Ausstellung in der Neuen Sammlung München.


1940
Ausstellung Museum Kaisertrutz, Görlitz; weitere Stationen: Museum Bautzen und Schloßmuseum Breslau. Ausstellung Kunstdienst Berlin.


1940/41
Vertrag mit der Porzellanmanufaktur Allach über ein Diplomatengeschirr für die Porzellanmanufaktur Bohemia/Neurohlau; 1943 nach der Feststellung, dass KZ-Häftlinge beschäftigt wurden, von Wagenfeld gekündigt.


1941
Ausstellungen Kunsthalle Mannheim und Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg.


1942
Heirat mit Erika Paulus.
Einberufung zum Kriegsdienst.


1943
Wegen Reklamation der Glasindustrie aus der Armee entlassen; Wiederaufnahme der bisherigen Tätigkeit in den VLG. Geburt der Tochter Meike.

1944
Vertrag mit der Porzellanfabrik Hutschenreuther / Hohenberg a. d. Eger für feuerfestes Porzellan (Einzelauftrag). Nach Weigerung, der NSDAP beizutreten, als „politischer Schädling“ an die Ostfront geschickt (Fliegercorps).


1945
Nach Kriegsende zunächst amerikanische, dann russische Kriegsgefangenschaft (Ukraine); im September Rückkehr nach Weißwasser.


1946
Beteiligung am Wiederaufbau der Oberlausitzer Glaswerke in Weißwasser. Mitarbeit bei der Neugründung der Dresdener Werkakademie; Übersiedlung nach Berlin. Weitreichende Pläne für ein „Industrie-Institut“ als Bindeglied zwischen Lehr- und Produktionsstätten.

 


Brauchbar sein heisst auch schön sein, denn alles brauchen muss schön sein können, anders erfüllen die Dinge nicht ihren Sinn.
Wilhelm Wagenfeld